KRITIKEN
....Auf diese Weise baut er gleichsam von innen nach aussen ein in sich wachsendes Leben auf, dessen Farbnuancen sich in monochromer Stille zusammenfügen und dabei leise Formen entwickeln, die in ihrer archaischen Einfachheit eine poetische Selbstverständlichkeit entfachen....Die hohe Ästhetik der Kunst Kadows aber verliert sich bei aller Anmut, Elegie und Schönheit niemals in beliebiger Raffinesse, sie bindet vielmehr in ihrem Entstehungsprozess ganz von selbst all jene Elemente in sich ein, welche ihre luzide Transzendenz ausdrücken.
(Anneliese Euler, Aschaffenburg)
....Die verschiedenen vielfach übereinandergelagerten Pflanzen-Farbschichten verweben sich so, dass man weder den Eindruck von Fläche noch von Raum hat. Man wird wie in einen Schwebezustand versetzt, ohne den inneren Halt zu verlieren.
(Stephan Stockmar, Frankfurt)
....Es ist Jürgen Kadow gelungen, eine Spur jenseits des Dinglichen abzubilden, das Unbenennbare und die Geheimnisse der Natur aufscheinen zu lassen....Eine mystische Stille und elementare Ruhe geht von diesen Farben aus. Es scheint, als ob die Natur eine Sprache gefunden hätte....Die Formulierung des Metaphysischen in ästhetisch überzeugender Form, wohl das Schwierigste, was Kunst unternehmen kann - Jürgen Kadow ist es geglückt.
(Felix Ruhl, Freiburg)